Reisetipps für Sardinien

Der Traumstrand von Costa Rei

geschrieben von Thomas Waldschmidt am 12.06.14

Was soll ich tun? Jedes Mal wenn ich von der Costa Rei schreibe klingt es, als sei ich im Auftrag des örtlichen Tourismusverbandes unterwegs. Mit Nichten! Aber heute regnet es hier in München und mir pocht das Herz voller Vorfreude auf meine nächstwöchige Reise an die Costa Rei. Und ja, ich gebe es zu: Es ist Liebe! Ich erinnere mich immer wieder gerne daran, wie ich ihr vor rund 25 Jahren das erste Mal begegnete. Das Abitur lag hinter mir und ein Sommer, der mich für mein weiteres Leben prägen sollte, vor mir.

 

Wir hatten die SIE, die Costa Rei, irgendwann gegen Mitternacht erreicht.Am nächsten Morgen, noch etwas schlaftrunken von der Anreise, öffnete ich die Terrassentür unseres Ferienhauses und war auf einen Schlag hellwach. Ich traute meinen Augen nicht. Die Sonne lachte über einen schier endlos langen weißen Sandstrand der sich unter mir auftat. "Das muss doch die Karibik sein", dachte ich mir und wusste in diesem Moment intuitiv, dass ich diesem Anblick dauerhaft verfallen werde.

 

Ein Name - ein Statement

Königsküste – besser hätte man die Costa Rei nicht nennen können. Noch in den 60er-Jahren war dieser Küstenabschnitt völlig unentdeckt und nur nach und nach siedelten sich Menschen in den ersten Ferienhäusern entlang des zehn Kilometer langen Traumstrandes an. In den 70er Jahren wurden die alten Sandpisten dann mit Asphalt überzogen - der Anfang des Tourismus an der Costa.Gott sei Dank gab es damals schon kluge Leute in den Bauämtern der Gemeinden Castiadas und Muravera, zu denen die Costa Rei gehört. So wurden von Anfang an nur Bauvorhaben bewilligt die eine optische Angliederung an die Natur und eine maximal eingeschossige Bauhöhe aufwiesen.

 

Bis heute gibt es daher keine Bettenburgen wie an anderen Mittelmeerstränden und bis heute sind rund fünf Kilometer dieses Naturparadieses gar nicht bebaut. Meine Liebe zur Costa Rei hat mich seit meinem ersten Blick auf den weißen Sandstrand nicht mehr verlassen. Viele wunderschöne Tage habe ich dort seitdem verbracht, viele Freunde gefunden und jedes Jahr kehre ich voller Vorfreude zurück.Ich genieße die relaxte Atmosphäre und die Vielfältigkeit der Möglichkeiten. Ich liebe die langen Strandspaziergänge, die immer mit einem Sprung ins türkisblaue Wasser enden. Aber auch als Surfer, Taucher, Beachvolleyballer, "Auf-das-Meer-Gucker" oder Strandfußballer (Eintracht!) genieße ich in vollen Zügen jeden sommerlichen Moment.

 

Meine Strandbars an der Costa Rei

In den letzten Jahren haben übrigens auch ein paar tolle Strandbars eröffnet. Mein Kumpel Massimo hat sich mit dem "Maklas" (www.maklas.it) einen Lebenstraum in der Cala Sinzias (etwa vier Kilometer südlich der Costa Rei) erfüllt. Es ist ein charmanter, wunderschöner Platz zum Genießen.

Wer es etwas uriger und sardischer mag, der ist bei Nando im "I Tarocchi" gut aufgehoben. Etwa zwei Kilometer südlich des Hauptstrandes der Costa, geht es links (von Costa Rei kommend) per Wegweiser auf einer kleinen Schotterpiste hinunter zur Bar.

 

Beide, sowohl das "Maklas", als auch "I Tarocchi" sind perfekte Plätze, um nach gestilltem Sonnenhunger ein feines Mittagessen oder, zu späterer Stunde, einen eisgekühlten Sundowner zu genießen und so den nahtlosen Übergang zu Pizza, Pasta und anderen kulinarischen Angeboten der Costa Rei zu gestalten.Dies bezüglich besonders ans Herz gewachsen ist mir übrigens das "L’Aragosta" in der Via Colombio im Zentrum der Costa Rei. Der Schweizer Max bedient hier in seiner Eigenschaft als Chef noch höchst persönlich. Mein Tipp: ein "Filetto al pepe verde"… In knapp einer Woche bin ich wieder an meinem Traumstrand. Und bevor in München der alljährliche Oktoberfest-Wahnsinn losgeht, tausche ich noch ganz schnell meine Lederhose gegen eine Badeshorts und lasse mich wieder von meiner Liebsten in ihrem prachtvoll-sandigem Spätsommerkleid faszinieren.

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